Basisgemeinden Österreich

Sie ruht nun in der liebe gottes

Ilus Kohler war voll Leben und Liebe, immer umtriebig - ohne Rücksicht auf mögliche Grenzen von Zeit und Kräfte, der eigenen und der anderer. Sie lebte das, was umgangssprachlich "eine gute Seele" genannt wird. Sie hat die Basisgemeinden in der Machstraße gemeinsam mit vielen von Anfang an geprägt. Wir danken ihr von Herzen dafür! Gestern Nacht (4. Februar 2026) ist Ilus gestorben. Sie hat das Ziel ihrer langen Reise erreicht und wir dürfen vetrauen, dass sie jetzt in Gottes Liebe geborgen  ist.

Ilus Kohler - geboren am 12. Dezember 1934

Flohmarkt und Weihnachtsmarkt, was immer zu organisieren war, Ilus übernahm es. Ihr Einsatz für die Sternsinger, von der Kleidung bis zur Sorge um die Kinder und ihr Wunsch, dass möglichst viele Menschen in der Pfarre besucht werden, waren erstaunlich.

Während ihrer Fußwallfahrt ins Heilige Land schrieb sie jeden Tag ihrer Enkeltochter eine Karte. Für ihre Enkeltochter schrieb und gestaltete sie die ganze Bibel.

Aus der Firmvorbereitung entstand durch sie das übergroße Bild vom himmlischen Jerusalem in der Kirche. Ihr ist zu verdanken, dass die Machstraße viele Jahre zu Weihnachten Notquartier für Geflüchtete war.

Zu ihrem Engagement gehörte auch der jährliche CSI Schweigemarsch für verfolgte Christen. Er war wesentlich von Ilus und einem Team der Machstraße mitgetragen.

Nun kann sie ruhen in der Liebe Gottes, aus der heraus sie stets gelebt hat.

Zu ihrem 90. Geburtstag

 


 

Wir freuen uns
auf den neuen Erzbischof

Die Basisgemeinden freuen sich mit vielen anderen über den neuen Erzbischof von Wien. Die Erzdiözese hat in der Person des neuen Erzbischofs einen Hirten, der die Diözese sehr gut kennt.

Der neue Erzbischof von Wien: Josef Grünwidl

Sehr eindrucksvoll sprach Erzbischof Grünwidl am Schluss der Feier die Versammelten mit diesen Worten an:

"Schwestern und Brüder!
Mir ist bewusst, dass ich das Amt des Erzbischofs in politisch und wirtschaftlich bewegten und schwierigen Zeiten übernehme. Vieles ist im Umbruch weltweit, aber auch in unserer Gesellschaft, auch in der religiösen Landschaft Österreichs und was die Kirchengestalt betrifft. Doch Kirche ist mehr als ihre sichtbare Gestalt, die sich im Lauf der Kirchengeschichte immer wieder verändert hat. Kirche definiert sich auch nicht über Statistiken und Strukturen und auch nicht bloß über das Bodenpersonal Gottes, das sehr oft Großartiges leistet, aber leider auch gelegentlich traurig versagt."

Sehr hilfreich und zukunftsweisend an dieser Stelle sind Gedanken der ersten Bischöflichen Vikarin Österreichs, Barbara Velik-Frank, die klar auf den Spielraum vor Ort hinweist, den es unbedingt zu nutzen gilt. Angesichts von Priestermangel und tiefgreifendem gesellschaftlichem Wandel sieht sie große Gestaltungsmöglichkeiten für Ortskirchen, besonders durch die stärkere Einbindung von Frauen und Laien. "Der Priesterberuf, wie er vor 50 Jahren war, hat sich enorm verändert, weil Laien Verantwortung übernehmen", sagte Velik-Frank im Interview mit der Wochenzeitung "Die Furche" (Ausgabe 3/2026). Die Diözese Gurk-Klagenfurt arbeite aktuell an partizipativen Leitungsmodellen und Leitungsteams, in denen auch Nicht-Priester in Kleinpfarren "quasi leiten".  

Barbara Velik-Frank: Bischöfliche Vikarin in Kärnten

Demnach darf die Einsetzung von Frauen und Laien in Leitungsfunktionen nicht als Übergangslösung, sondern alsTeil des Wandels betrachtet werden, meint Velik-Frank. Papst Franziskus habe Frauen auch dort in Positionen gebracht, "wo das nicht sein müsste", wies die Theologin auf jüngste Verbesserungen hin; sie ist seit März 2025 Bischöfliche Vikarin für Synodalität und Kirchenentwicklung in Kärnten. Für sie selbst sei wichtig, nicht als "lebende Quotenregelung" wahrgenommen zu werden, sondern als Frau mit entsprechender Kompetenz.

Die Basisgemeinden sind davon überzeugt, dass solche Worte von unserem neuen Erzbischof sehr ernst genommen werden.


Schreiben Sie uns Ihre Gedanken und teilen Sie mit uns Ihre Freude über diese Ernennung und/oder Ihre Erlebnisse in der Begegnung mit Josef Grünwidl per E-Mail oder Webformular:

  E-Mail mail@basisgemeinden-oesterreich.at 
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AUSSAGEN AUS DEN BEGEGNUNGEN MIT JOSEF GRÜNWIDL

  • Julia Matuschek schreibt: "Privat hatten mein Mann und ich das große Glück von Josef getraut zu werden - seine zugewandten Worte für eine gelingende Ehe geben mir bis heute Kraft. Beruflich freue ich mich als Mitarbeiterin der Caritas Wien über einen Erzbischof, der vorbehaltlos an der Seite der Schwächeren unserer Gesellschaft steht und aktiv für sie eintritt."
  • Eine ehemalige Pfarrgemeinderätin aus Perchtoldsdorf schreibt: "Josef Grünwidl konnte gut und soverän organisieren und leiten, da es in seiner Zeit als Pfarrmoderator in Perchtoldsdorf große Feste in und für die Pfarre gegeben hat. 2017 Reformation und 800 Jahre Pfarre Perchtolsdorf und 50 Jahre Marienkirche.
    Dann 2021 500 Jahre Turm von Perchtolsdorf, eine ganz besondere Angelegenheit, denn der Turm ist emotional besetzt."
  • "Der designierte Erzbischof Josef Grünwidl war als Pfarrer von Perchtoldsdorf auch deshalb so beliebt, weil er uns allen durch das Evangelium Mut gemacht hat. Er war derjenige, der uns überzeugen konnte, dass wir mit unseren Fehlern trotzdem von Gott geliebt sind. Seine Freude vermittelte er auch den Kindern und Jugendlichen, öffnete für uns alle bei Pfarrfesten den Pfarrgarten und war immer mitten unter uns."  Walter Andrle
  • "Josefs Predigten waren immer bereichernd, auch schwierige Bibelstellen konnte er sehr gut erklären und es gab immer Impulse zum Weiter- und Nachdenken, nicht nur für Erwachsene, auch für Kinder fand er die richtigen Worte." Christine Zechmeister

 

 

Letzte Bearbeitung: 06.02.2026, 23:07
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