Basisgemeinden versuchen, tragfähige Gemeinschaften zu bilden, die ein geschwisterliches Leben in überschaubaren Gruppen in der Kirche anstreben. Zu unserem Leben als Basisgemeinden gehört sowohl die gemeinsame Bibel-übersetzung in das Alltagsleben, als auch die aufmerksame Teilhabe an Freud und Leid im Alltag der Anderen, um Leben zur vollen Entfaltung zu bringen.
Drei Jahre nach ihrer Entscheidung in Tibhirine zu bleiben, wurden 7 Mönche am 21. Mai 1996 ermordet. Möge ihre tiefe Spiritualität, ihr „Hineni“ in ihrem Ausgeliefert-Sein, eine Richtschnur für viele Christen bleiben.
Mit dem Gebet-/Gedichtszeilen von Christophe Lebreton, einer der Mönche, wünschen die Basisgemeinden gesegnete Ostern!
Den Hunger des anderen sehen
und dir, auferstandener Jesus, vertrauen,
auf das, was ich dir bringe,
so klein es auch sein mag,
sehnsuchtsvoll,
aus der Tiefe nach Liebe hungernd,
Wort der Heilung
gibst du mir,
zu Diener deiner Gabe werde ich,
einfach,
liebevoll.
Tibhirine, 18. Juni 1995
Gemeinschaftstreffen
Freundschaftliches Treffen christlicher Gruppen
Basisgemeinden bemühen sich um eine befreiende kirchliche Praxis. Das Wort "Basisgemeinde" wurde auf der 2. Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe 1968 in Medellin offiziell gebraucht: Die comunidade de base „bildet… den Ort, an dem Menschen neu anfangen können, und zwar dadurch, dass sie ihre Würde neu entdecken lernen." (J. Comblin).
|